Exkursion des P-Seminars Rauminszenierung nach München

Gruppe 3

 

Am 18. Oktober 2021 machten wir als P-Seminarkurs „Rauminszenierung“ unter Führung von Herrn Schreiner und Frau Lindner eine Exkursion nach München zur Examensausstellung an der Akademie der bildenden Künste (AdbK), um dort Eindrücke für die Umsetzung unserer geplanten Praxisarbeiten zu erlangen.

adsfasdf

Zunächst brachen wir mit dem Bus vom Gymnasium Neutraubling nach Regensburg auf, um uns dort die Ausstellung „Enter the Plastocene“ der Künstlerin Tamiko Thiel anzusehen. Sie entwickelte ein spezielles Konzept der Raumgestaltung für das donumenta ART LAB Gleis 1, in dem sie die 80m lange Unterführung mit bunten Projektionen einer Unterwasserwelt füllte. Durch die Verwendung einer speziellen, selbst entwickelten App war es uns möglich, in diese Welt einzutauchen und die Intention der Künstlerin besser zu verstehen. Denn bei genauerer Betrachtung der animierten Meeresdarstellung konnte man erkennen, dass es sich nicht um normale Korallen, Meerespflanzen oder Fische handelte, sondern um Plastikgabeln, Plastiklöffel, Gummienten und PET-Flaschen. Bei diesem Projekt wollte Tamiko Thiel auf die Problematik der Verschmutzung der Meere hinweisen und hat durch die Farbpracht in der plastischen Darstellung einer Unterwasserwelt die ganze Aufmerksamkeit auf den ästhetisierten Müll gelenkt.IMG 0376

IMG 0516

 Anschließend ging es dann mit dem Zug nach München. An der Akademie erwarteten uns Student:innen, die uns ihre individuellen Werke zum Thema Rauminszenierung vorstellten und uns über das Kunststudium informierten. So kamen wir zunächst mit dem Student Manuel Neboisa ins Gespräch, der in seinem Ausstellungsraum Werke zeigte, die sich auf je unterschiedliche Weise mit dem Thema „Arbeit“ befassten. Besonders raumgreifend erschienen hier fünf überdimensionale Stahlkonstruktionen als Kleiderständer, an denen Kleiderbügel hingen. Die Kleiderbügel waren mit einer Substanz überzogen, die nicht erkennen ließ, aus welchem Material sie waren und so schien es völlig absurd, einen scheinbar leichten Kleiderbügel, an dem nichts hing, mit einer Konstruktion aus Stahl und Beton auszugleichen. Manuel Neboisa erläuterte uns den Hintergrund des Projekts und wie seine Rauminstallation dem Verhältnis von Arbeit und Ertrag, sowie der Möglichkeit des Scheiterns in unserer Gesellschaft nachforscht.

IMG 0527

 Ein weiteres interessantes Raumprojekt stellte die Arbeit einer Studentin dar, bei der mit Hilfe von Farbflächen, deren Anordnung im Raum und einer wechselnden Beleuchtung eine optische Illusion geschaffen wurde. Der Raum wirkte durch die unterschiedlichen Farbwahrnehmungen, mal tiefer und weiter, dann wieder eng und klein. IMG 0541Ein Projekt, das über einen längeren Zeitraum angefertigt wurde, stellte uns wiederum der Absolvent Jan Plausteiner vor. Über Jahre hinweg sammelte er die Haargummis von anderen Studenten, die er an der Uni gefunden hatte. Die so entstandene, überwältigende Sammlung präsentierte Plausteiner für seine Ausstellung an einer kompletten Wand des Koloss Saals der Akademie, geordnet nach „Reudigkeit der Haargummis“, wie der Künstler uns selbst erklärte.

Im Anschluss konnten wir die Examensausstellung und das Akademiegebäude noch auf eigene Faust erkunden und so viele weitere künstlerische Projekte erleben.

Jasmin Vogl