Themenwettbewerb „10 Jahre Effizienzhaus Plus“

UrkundeEine interdisziplinäre Jury und die beiden Auslober für das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gratulierten 14 Schülerinnen und Schülern der Klassen 5b und 6g: 5 Preise (je 500 Euro) für Benedikt Bauer, Sara Ivojevic, Adrian Kochanska, Clara Schmid und Chloé Wolf sowie 9 Anerkennungen (je 100 Euro) für Luisa Bauer, Lotta Grootoonk, Danis Ikanovic, Leona Marmullaku, Lenja Mikolajek, Julia Schierer, Simon Smorra, Liana Wilhelm und Linda Zemella. Eine Riesenfreude für alle!

Siegerinnen und SiegerDie Wettbewerbsbeiträge entstanden im Rahmen von „Effizienzhaus Plus im Kunstunterricht“. Bei diesem Kreativwettbewerb wurde als „Hintergrundwissen“ der teilnehmenden Kinder lediglich vorausgesetzt, dass sie lernen, dass ein Effizienzhaus Plus-Gebäude umweltfreundliche, grüne Energie aus erneuerbaren Quellen (z.B. über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach) gewinnt. Dieses Plus an Energie kann für zusätzliche Zwecke wie z.B. den Haushalts- bzw. Nutzerstrom (Beleuchtung, Arbeiten etc.) und für die Betankung von Elektromobilen (E-Autos, E-Bikes) am Haus genutzt werden.  Nach einer Präsentation über das erste bundeseigene Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität in Berlin Charlottenburg, umweltschonendes Leben und Wohnen in klimafreundlichen Gebäuden und ökologische, futuristische Architektur ließen sich die Kinder inspirieren und entwickelten eigene Ideen, wie sie sich ihre Häuser in der Zukunft wünschen. Es entstanden fantasievolle Bauten in den Bergen, unter Wasser, im Weltall, Hausboote, Umweltinseln und Solarhäuser. Wind-, Wasser- und Sonnenenergie wurden dabei auf originelle Weise in ihre Bauwerke integriert.

Auf der Internetseite www.zukunftbau.de ist eine Übersicht aller prämierten Arbeiten zu finden.

  

Ausflug der Klasse 5d zur Buchhandlung Bücherwurm

BücherwurmBücherwurmWegen des Welttages des Buches durften wir, die Klasse 5d, am 29.04.22 in den beiden Deutschstunden zur Buchhandlung Bücherwurm fahren. Eine Buchhändlerin erklärte uns, wie ein Buch entsteht. Sie machte uns klar, dass vom Schreiben eines Textes bis zum fertigen Buch viel passieren muss. Beteiligt sind viele Personen wie Illustratoren, Lektoren oder auch Verlagsmitarbeiter, die bei einer Veröffentlichung mithelfen.

Danach gab es eine Schnitzeljagd. Wir durften ein Rätsel, das auch mit Büchern zu tun hatte, lösen. Als Preis haben wir ein Buch geschenkt bekommen: „Iva, Samo und der geheime Hexensee“.

Wir finden, es war ein schöner Ausflug, und würden es sofort noch einmal machen.

(Alexandra Welsch, 5a)

Viva Vivarium

Seit Anfang Mai können interessierte Mitglieder unserer Schulfamilie tierische Bewohner im 1. Stock beobachten. In unserem neuen Vivarium lebt etwas… doch so manch einer steht irritiert vor der Glasscheibe und wundert sich, wer oder was sich dahinter verbirgt. Es handelt sich um Stabschrecken, die kaum von Ästen zu unterscheiden sind und oft stundenlang in einer ruhigen Position verharren. Die Insekten passten sich im Lauf der Evolution perfekt an ihren Lebensraum an und sind durch ihre Tarnung („Mimese“) fast unsichtbar. Die Stabschrecken sind zwar die ersten Vivarium-Bewohner, werden aber nicht die letzten sein. In Zukunft können immer wieder verschiedene heimische und exotische Tiere im Vivarium beobachtet werden. Wir hoffen, unseren SchülerInnen damit die Vielfalt und Tricks der Natur besonders anschauliche nahe bringen zu können. Verwirklicht werden konnte das Umweltbildungsprojekt Vivarium mit finanzieller Unterstützung unseres Sachaufwandsträgers, dem Landratsamt Regensburg.

B. Möbius & W. Göttler

RUBINA   Vivarium

  

Vivarium Vivarium Vivarium

Strahlende Gewinnerinnen und Gewinner am Gymnasium Neutraubling

Bild 1„Was ist schön?“ – so lautete der Aufruf zum 52. Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“. Die Raiffeisenbank Oberpfalz Süd eG hatte alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 12 sowie junge Erwachsene bis 20 Jahre eingeladen, sich kreativ mit dem Thema Schönheit auseinanderzusetzen. Dieses Jahr beteiligten sich rund 4500 junge Kreative aus 24 Schulen mit ihren selbst gestalteten Bildern und Kurzfilmen.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Neutraubling reichten äußerst kreative Wettbewerbsbeiträge ein. „Eine Dinowelt, eine Kuhweide oder die Fee Tinúviel aus der Tolkienwelt „Herr der Ringe“, eine verschneite Stadt, ein Blick durchs Gebüsch, ein Wasserfall, Delphinarium, ein Frühlingsspaziergang – viele Dinge sind schön. Wenn wir etwas Schönes sehen, macht uns das ganz automatisch ein bisschen glücklicher. Aber wir finden nicht alle das Gleiche schön. Ihre Auffassung von „Schönheit“ haben uns die Kinder mit ihren ideenreichen und fantasievollen Entwürfen gezeigt“, so Veronika Koller, die den Jugendmarkt seitens der Raiffeisenbank Oberpfalz Süd eG betreut.

StDin Angela Kutzer, stellvertretende Schulleiterin, freute sich über die überwältigende Teilnahme am Wettbewerb. Großer Dank gelte allen Lehrkräften und Unterstützern, die den Wettbewerb trotz Corona-Pandemie so engagiert durchführten – allem voran Maria Lindner, Fachschaftsleitung Kunst, die den Malwettbewerb am Gymnasium seit vielen Jahren betreut. Es sei für alle Beteiligten eine großartige Sache.

  

„Es gibt nichts Schöneres, als die jungen kreativen Köpfe zu fördern und den Gewinnern ihre Urkunden und Preise überreichen zu dürfen“, so Dietmar Matijas, Geschäftsstellenleiter in Neutraubling. Die glücklichen Klassen-Gewinner waren: Alexia Potocean, 5a; Benedikt Bauer, 5b; Johanna Wirrer 5c; Alisa Bitsch, 5d, David Michl, 6a; Marlene Praschl, 6b; Thimodan Katz, 6e; Lisa Fichtl, 6g; Christina Anna Brückl, 7b; Felix Gmeiner, 7e und Sonja Brandl, 9d freuten sich über eine Urkunde und ein Insektenhotel.

Maria Lindner, Lorenz Schreiner
Niklas Schiekofer, Merlin Galle (Fotos)

Jugend Creativ 2022 Jugend Creativ 2022 Jugend Creativ 2022

Zeitzeuge im Unterricht: Peter Keup im Geschichtsunterricht der 10f

„Meine Damen und Herren, willkommen in der Bundesrepublik!“ Als Peter Keup diesen Satz 1982 hörte, saß er in einem Reisebus, der ihn wenige Stunde zuvor aus einem Gefängnis in Cottbus abgeholt hatte. Hier war er Monate inhaftiert worden, verurteilt wegen Republikflucht.

Wie kam es zu dieser Verurteilung? Wie sah sein Leben, sein Schulalltag in der DDR aus? Offen, anschaulich und sehr persönlich erzählte Peter Keup den Schülerinnen und Schülern der 10f am 8. März 45 Minuten lang seine Geschichte. Er schilderte, dass seine Eltern, überzeugte Kommunisten, freiwillig in den 50er Jahren in die DDR übersiedelten. Er selbst ging dort zusammen mit seinen Geschwistern zu Schule. Er erzählte vom privilegierten Alltag eines Schülers, dessen Eltern überzeugte Kommunisten waren und wie er selbst in den Massenorganisationen der DDR integriert war. Beeindruckend schilderte er aber auch, wie sich sein Alltag radikal veränderte, als seine Eltern den Glauben an die DDR verloren und den ersten Ausreiseantrag stellten. Plötzlich hatte er keine Erlaubnis mehr, das Abitur zu machen, wurde von Veranstaltungen ausgeschlossen, von Mitschülern gemieden. Beruflich ergaben sich nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten: Er konnte auf dem Bau arbeiten, in einer Süßigkeitenfabrik oder Schriftsetzer werden. Letztendlich entschloss er sich zur Flucht in den Westen zu seinen Großeltern. Als diese missglückte, sah er sich mit einer menschenverachtenden Behandlung konfrontiert: sein Name wurde durch eine Nummer ersetzt, er kam wochenlang in Isolationshaft bzw. musste sich mit 17 weiteren Männern eine Zelle teilen. Aggressionen zwischen den Gefangenen und Depressionen der einzelnen waren vorprogrammiert. Am Ende seiner Haftzeit sollte er einen Antrag auf Wiederaufnahme in die DDR-Gesellschaft stellen. Als er sich weigerte, wurde ihm eine Urkunde ausgehändigt: Er war staatenlos. Zusammen mit einer Gruppe weitere Mitgefangener, die die gleiche Urkunde ausgehändigt bekommen hatten, wurde er in einen Reisebus mit unbekanntem Ziel gesetzt. Um so größer war sein Staunen, als sich der Bus auf den Weg Richtung Westen machte, eine Transitstrecke bevor, die für DDR-Bürger verboten war.

Was war passiert? Durch die Intervention seiner Großeltern war er von der BRD als politischer Gefangener freigekauft worden. Nach einer Befragung durch den Bundesnachrichtendienst bekam er die Einreiseerlaubnis in die BRD, neue Kleidung, ein Begrüßungsgeld und die Fahrkarten zu seinen Großeltern nach Düsseldorf.

Auf Nachfragen der Schüler erzählte Peter Keup, wie schwierig es in den nächsten Jahren war, den Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern in der DDR zu halten und wie es ihn getroffen hat, als er herausfand, dass sein Bruder Mitarbeiter der Stasi war.

Am Ende stand sein Appell an die Schülerinnen und Schüler sich immer mehrere Seiten einer Geschichte anzuhören.

Exkursion in den örtlichen Supermarkt

Am Freitag vor den Herbstferien besuchten die Wirtschaftsklassen 8a, 8b und 8c im Rahmen einer Exkursion den örtlichen Supermarkt Globus. Dabei wurden sie von ihren Wirtschaftslehrern Frau Kaiser, Herrn Strohmeier und Herrn Zwicknagl begleitet.

Das Ziel der Exkursion war es, die Unterrichtsinhalte zum Thema „Entscheidungen beim Konsum“ zu veranschaulichen. Dabei sollten wir Schülerinnen und Schüler am Beispiel Globus untersuchen, wie Händler durch gezielte Verkaufsstrategien versuchen auf uns Konsumenten einzuwirken und lernten zugleich, unsere Konsumentscheidungen bewusst zu hinterfragen.

Um diese Verkaufsstrategien wahrzunehmen, bearbeiteten wir einen umfangreichen Beobachtungsbogen. Dabei sollten unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie locken die Händler ihre Kunden ins Geschäft?
  • Wie versuchen die Händler, die Einkaufsdauer der Kunden zu verlängern?
  • Welche Maßnahmen werden in den unterschiedlichen Abteilungen ergriffen, damit sich die Kunden besonders wohlfühlen beim Einkauf?

Globus Erkundung 2022In den 1 ½ Stunden im Supermarkt schrieben wir unsere eigenen Wahrnehmungen auf, manche Schülerinnen und Schüler haben auch andere Kunden um ihre Meinung gebeten.

Zurück in der Schule wurden die Eindrücke gemeinsam mit den Lehrkräften reflektiert. So haben wir Schülerinnen und Schüler nützliche Tipps herausgefunden, wie wir künftig die Verkaufsfallen der Supermärkte erkennen können.

Die Klassen 8a, 8b und 8c hatten viel Spaß bei der Exkursion und konnten die theoretischen Inhalte des Unterrichts in der Realität erleben.

Fellbrich Pia, Kolgeci Blendiana 8c

Carolin Kaiser

Auf dem Foto:

Teile des umfangreichen Erkundungsauftrags bei Globus

StartUp-Gründer zu Gast am GN

Nicht bei der “Höhle der Löwen” oder einer anderen der mittlerweile sehr beliebten Gründershows, sondern am Gymnasium Neutraubling war der Obertraublinger Mario Schönhofer, Gründer des Unternehmens “Seidenplantage”, zu Gast. Dort vermittelte er den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern des P-Seminars “Sei dein eigener Chef - Unternehmensgründung” wertvolle gemachte Erfahrungen bei der Umsetzung der eigenen Träume. Schönhofer betreibt eine Online-Plattform, auf welcher regionale Künstler ihre selbst designte Kleidung und Accessoires mit typisch bayerischem Einschlag/Design verkaufen können. Er ging auf die vielfältigen Herausforderungen beim Aufbau eines Online-Shops ein, zum Beispiel die juristischen Tücken des Markenrechts und die Problematik beim Thema Warenrücksendungen ein. Besonderen Wert lege Schönhofer täglich darauf, die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen. Zudem stehe bei ihm nicht der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens im Vordergrund. Daher unterstütze er mit einem Teil seines Gewinns auch ausgewählte soziale Projekte in der Region wie das Gut Aiderbichl. Die Corporate Social Responsibility, also die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmers, empfinde er als enorm wichtig im Geschäftsleben und auch die Nachhaltigkeit seiner Produkte nehme eine große Rolle ein. Ein interessantes Feld für eine junge Fashion-Plattform ist. so Schönhofer, die Gewinnung einer großen Reichweite in den diversen Social Media-Kanälen. Dort zeigte der Obertraublinger an etlichen Beispielen die Bedeutung des Micro-Targeting, der Search Engine Optimization (SEO) sowie von Mikro-Influencern auf. So seien Influencer mit über 10.000 Followern überraschenderweise für viele Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr interessant, da diese in den Augen der Gefolgschaft häufig die Identifikation mit der Zielgruppe aus den Augen verloren hätten und somit auch ihr wichtigstes Kapital, die Glaubwürdigkeit. Abschließend wurden auch die im Seminar entwickelten Ideen für die eigene, fiktive Unternehmensgründung im Rahmen des Gründungswettbewerbs der Hans Lindner-Stiftung diskutiert und gemeinsam an Verbesserungen getüftelt. Auch dem jungen Gründer gefiel der Ausflug zurück in die Schulwelt sichtlich, weshalb es sich bei diesem Nachmittag sicherlich um eine typische Win-Win-Situation handelte.

Daniel Zwicknagl

Foto WR StartUp zu Gast 2222

 

Seidenplantage-Gründer Mario Schönhofer
bei seinem Workshop mit dem P-Seminar
“Unternehmensgründung” von Hr. Zwicknagl

Mein Weg in die Zukunft

In der Jahrgangsstufe 9 fand dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen des neuen Lehrplans das Modul für berufliche Orientierung, kurz MbO, statt.    
Im Rahmen von MbO begleiteten die Mitglieder der Fachschaft Wirtschaft und Recht die Schüler/-innen in ihrem Reflexions- und Auswahlprozess. Dabei ging es von der Auseinandersetzung mit eigenen Stärken und Schwächen hin zu weit schwierigeren Themen wie „wohin will ich mich beruflich entwickeln“ und „wo kann ich meine Fähigkeiten zum Einsatz bringen“. Hierzu wurden neben Eigenentdeckungsphasen und Gruppengesprächen auch vielfältige technische Mittel (IPad-Koffer, PC-Räume…) ausgenutzt.  
Um die gewonnenen Erkenntnisse der Findungsphase sinnvoll zum Einsatz zu bringen, schlossen sich anschließend Einheiten zur Erstellung einer Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, …) an.         
MbO 2122

 Doch wie geht es nach einer erfolgreichen Bewerbung weiter? Na klar, im Bewerbungsgespräch! Und wer kann hier wohl die besten Tipps und Ratschläge geben? Der Profi, der tagtäglich Bewerbungen auf Unternehmensseite liest, Bewerbungsgespräche durchführt und in diesem Bereich einiges erlebt. Hier konnte sich die Fachschaft auf tatkräftige externe Unterstützung verlassen. Durch mehrere Besuche von Frau Neudecker und Frau Schulz vom Bezirk Oberpfalz und Frau Weigert von der AOK konnten die Schüler/-innen alle Fragen loswerden, die sie schon lange beschäftigten. Zudem wurden Bewerbungsgespräche simuliert und Tipps und Tricks zum Verhalten im und vor dem Gespräch weitergegeben. Besonderer Dank nochmal an dieser Stelle. Alles in allem lässt sich sagen, dass manch einer oder einem durchaus mehr bewusstwurde, was die nächsten Jahre in puncto beruflicher Orientierung bringen könnten. Ein Grundstein für diesen langen Prozess wurde gelegt.

 Benedikt Strohmeier
für die Fachschaft Wirtschaft und Recht

 

Auf dem Foto: Frau Schulz und Frau Neudecker vom Bezirk Oberpfalz mit einer 9. Klasse beim Vorstellungs-Coaching.