Die Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe im Leistungsfach Wirtschaft und Recht hatten im Rahmen des Unterrichts die Gelegenheit, die Justizvollzugsanstalt Regensburg zu besuchen.
Die Erkundung bot den Jugendlichen einen eindrucksvollen Einblick in einen Bereich des Rechtsstaats, der im Schulalltag meist nur theoretisch behandelt wird und sonst buchstäblich verschlossen bleibt.
Während der Führung durch die JVA erhielten die Schülerinnen und Schüler von Frau Retzbach, der Leiterin der JVA, einen Überblick über den Aufbau und die Aufgaben einer Justizvollzugsanstalt. Zu sehen waren unter anderem die Haftbereiche, Gemeinschaftsräume sowie Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Inhaftierten. Besonders anschaulich wurde dabei, wie der Alltag im Strafvollzug organisiert ist und welche Bedeutung Sicherheit, Ordnung, aber auch Resozialisierung im Vollzug haben.
Viele der im Unterricht behandelten Inhalte aus dem Bereich des Strafrechts konnten vor Ort konkret nachvollzogen werden. Insbesondere die Zielsetzung des modernen Strafvollzugs, Straftäter auf ein Leben ohne weitere Straftaten vorzubereiten, wurde durch die Erläuterungen der Mitarbeitenden der JVA deutlich. Der Besuch verdeutlichte zudem, welche wirtschaftlichen und organisatorischen Aspekte – etwa Arbeitsabläufe, Kostenstrukturen und Zuständigkeiten – auch in einer Justizvollzugsanstalt eine wichtige Rolle spielen.
Besonders produktiv war in dem Zusammenhang die Diskussion mit dem leitenden Psychologen sowie mehreren Justizvollzugsbeamten. Auch die große Schwierigkeit des Verhinderns des Schmuggelns von Handys usw. in die Anstalt wurde dabei ebenso thematisiert wie Berufsmöglichkeiten in der bayerischen Justiz.

Auf dem Foto: Der Eingangsbereich der besuchten JVA Regensburg.
Der Besuch in der JVA Regensburg stellte für die Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar und hinterließ einen andauernden Eindruck. Die direkte Begegnung mit der Praxis ermöglichte es ihnen, rechtliche Zusammenhänge besser zu verstehen und kritisch zu reflektieren.
Daniel Zwicknagl