Bach a. d. Donau (dz)
Die Klasse 11d des Gymnasiums Neutraubling hat für das Baierweinmuseum ein Marketingkonzept entwickelt – und damit die Erwartungen der Auftraggeber deutlich übertroffen.
"Wie schafft man es, Kinder und Jugendliche im Zeitalter der Digitalisierung ausgerechnet für ein Museum im Heimatraum zu begeistern?"
Das war grob die Themenstellung für die Klasse 11d des Gymnasiums Neutraubling.
Die 20 Schülerinnen und Schüler, die den Wirtschaftszweig der Schule besuchen, setzen sich gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer im Fach Wirtschaft und Recht, Daniel Zwicknagl, im Rahmen eines Projekts zwei Ziele: Zum einen sollte die Bekanntheit des Museums erhöht werden, zum anderen ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickelt werden, um die Attraktivität des Museumsangebots weiter zu steigern.
Reinhard Eberl, Sabine Konnerth und Jenö Mihalyi als Auftraggeber im Namen des Fördervereins BaierWeinMuseum Bach an der Donau gaben den Jugendlichen dabei freie Hand bei der Arbeit. „Dies hat sich ausgezahlt!“, so Eberl. Nach einer grundlegenden Stärken-Schwächen-Analyse entstand eine fein differenzierte Kommunikationsstrategie, die zwischen den Zielgruppen Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene sowie Schulklassen unterscheidet.
Hierfür entwickelten sie unter anderen eine Datenbank mit Kontaktadressen von über 220 Schulen aus der Region, automatisierte Serienanschreiben sowie eine Werbestrategie für die Social Media-Kanäle inklusive entsprechender Medien wie Reels usw.. Des Weiteren erstellten die Jugendlichen ein modular aufgebautes, didaktisch professionell konzipiertes Materialpaket, das ergänzend zur traditionellen Führung von Lehrkräften genutzt werden kann und aufgrund des lückenlosen Ausarbeitung eine bequeme und kostenlose „Komplettlösung“ für Lehrkräfte darstellt.
Neben einer Museumsrallye und kreativen Bastelstationen programmierten sie sogar eigens ein kleines Handyspiel. Damit können die Besucher auch Warte- oder Fahrtzeiten im Sinne der Museumsthematik nutzen. In der neu ausgearbeiteten Außendarstellung positionieren die Schülerinnen und Schüler das Museum als außerschulischen Heimat-Lernort, welcher sich aufgrund seiner guten und günstigen Erreichbarkeit gerade für Wandertage und Exkursionen ideal eignet.
Zudem sei ein Besuch auch sehr gut mit anderen Sehenswürdigkeiten der Region zu kombinieren. Den Schülern war es wichtig zu betonen, dass es bei dem Museum nicht nur um den Wein, sondern um die Geschichte, Kultur und Lebensweise einer ganzen Region gehe. Dies sei definitiv ein Alleinstellungsmerkmal des Museums in der Region, so die Schüler bei ihrer Präsentation der Arbeit am Gymnasium.
Die Auftraggeber um Reinhard Eberl vom ehrenamtlichen Förderverein des Museums zeigten sich überaus erfreut über die Stimmigkeit des Gesamtkonzepts und die Liebe zum Detail bei der Ausarbeitung. Sie hoffen, dass die Arbeit der Schüler nun auch Früchte trägt und die Besucherzahlen weiter steigen.

Auf dem Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11d des Gymnasiums Neutrauling mit Reinhard Eberl (re.) und Sabine Konnerth 9li.) vom Förderverein des Baierweinmuseums Bach a. d. Donau.