Gibt es bald kein Bargeld mehr? Verwenden wir künftig nur noch den digitalen Euro, um zu bezahlen? Auskunft darüber gab Johann Rebl, Leiter der Filiale der Deutschen Bundesbank in Regensburg im Rahmen eines Vortrags am Gymnasium.
Die drei WR-Kurse der Q13 verfolgten sehr interessiert die Ausführungen des hochkarätigen Experten, der mit sehr vielen anschaulichen Beispielen, auch aus dem Schulalltag der Schülerinnen und Schüler, die sehr komplexe Geldpolitik der EZB erläuterte.
Souverän informierte Hr. Rebl die Zuhörer sowohl über die grundlegenden Aufgaben der Europäischen Zentralbank als auch über aktuelle, einzelne vergangene und aktuelle Maßnahmen wie die Anleihenankäufe, Leitzinspolitik sowie das neue Inflationsziel der Währungshüter.
Die verantwortlichen Lehrkräfte freuten sich auch besonders darüber, dass sich die Schüler jederzeit aktiv in den Vortrag einbringen konnten und so das im Unterricht Gelernte auch anwenden konnten. Interessant waren auch die Ausführungen Rebls über die Einführung des digitalen Euros.
Zwar böte dieser technisch gesehen etliche Vorteile, die aber gegenüber dem normalen Bürger eher schwer zu vermitteln seien. Positiv sei zum Beispiel die geringere Abhängigkeit der Europäer von den US-amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Mastercard. Daher würden die EZB und die Bundesbank eine groß angelegte Informationsoffensive in naher Zukunft planen, so Nebl. Auch über die sehr ansprechenden Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Bundesbank wurden die Schüler informiert.
Wer weiß, vielleicht steht ja in ein paar Jahren ein ehemaliger GN-Schüler vor einer Neutraublinger Klasse und referiert als Notenbanker über seine Aufgaben?

Auf dem Foto: In seinem Vortrag ging Johann Rebl auch intensiv auf die Instrumente der Geldpolitik ein.